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Die Knödelwirtin ist schon wieder im Fernsehen
02.04.2017

Auf Anita Schweigers Speisekarte in Passail stehen Knödel – ausschließlich Knödel. Damit lockt sie viele Gäste an. Und das Fernsehen.

Das ist sie also: die Küche. Herzstück des 130 Jahre alten Gasthofes Schrenk am oberen Endes des Passailer Marktplatzes – heute weit herum bekannt als „Knödelzeit“. Denn Wirtin Anita Schweiger (52) hat vor vier Jahren radikal umgestellt: Auf der Speisekarte stehen nur noch Knödelgerichte, in den Küchenregalen nur noch regionale Zutaten.

Und wenn sie von diesen redet, kommt die Wirtin ins Schwärmen: „Wenn ich den Topfen verarbeite, sehe ich meine Lieferantin, die Martha, wie sie mit der Kühlbox hereinmarschiert. Wenn ich mit den Äpfeln arbeite, sehe ich, wie die ganze Familie, bei der ich sie hole, beim Brocken zusammenhilft. Es ist so schön, wenn man einen Bezug zu den Produkten hat“, sagt sie und wird kurz nachdenklich: „Du brennst als Wirtin aus, wenn du nur mehr das Packerl Pommes aufreißt.“

Nudel, Strudel oder Nockerl

Das war es auch, was sie nach 30 Jahren im Betrieb vor vier Jahren zur radikalen Umstellung getrieben hat. Kurzerhand fuhr sie zu den besten Knödelmacherinnen Österreichs, um von ihnen zu lernen. „Ehrlich gesagt hätten es auch Nudeln, Strudel oder Nockerl werden können, aber ich wollte mich auf etwas spezialisieren, etwas Besonderes machen“, erzählt Schweiger.

Das habe anfangs nicht jedem gepasst – ein Traditionsgasthof am Hauptplatz ohne Würstel mit Saft und Schnitzerl mit Pommes? Viele Gäste aber wurden gerade erst durch die Knödel – in allen Variationen, pikant oder süß, als Suppe, Hauptspeise oder Dessert – ins Wirtshaus gelockt. Heute gibt es viele Stammgäste aus Nah und Fern.

Immer wieder im Fernsehen

Und so werden auch regelmäßig nationale und internationale Medien auf die Knödelwirtin aufmerksam: Erst kürzlich wurde sie nach Deutschland geflogen, um in der WDR-Sendung „Der Vorkoster“ Sternekoch Björn Freitag zu erklären, wie man Knödel richtig macht (Ausstrahlung: 7. April, 21 Uhr, WDR). Und diese Woche erst stand Reinhart Grundner zum zweiten Mal in ihrer Küche, um für „Grundners Kulinarum“ zu drehen (13. April, 19 Uhr, ORF2).

Auch so manchen prominenten Gast durfte die Knödelwirtin – mehr oder weniger zufällig – schon bewirten: „Den Armin Assinger habe ich im Radio einmal von unserer Region schwärmen gehört. Da hab ich ihn angeschrieben, wenn er wieder mal in der Gegend ist, soll er doch vorbei kommen. Und eines Tages stand er wirklich da, im Radl-Dress, und hat um ein Glas Wasser gebeten“, erzählt Schweiger schmunzelnd. Auch Kabarettist Josef Hader und Fernsehlegende Sepp Forcher haben schon bei ihr geschmaust.


Armin Assinger schaute spontan im Raddress vorbei (Foto © KK)

Auch ausgezeichnet wurde sie für ihre Bemühungen: Ihr Wirtshaus wurde in den Kreis der „Kulinarium-Steiermark-Betriebe“ aufgenommen. „Das macht mich schon stolz. Aber die größte Freude habe ich jedes Mal, wenn es jemandem bei mir schmeckt. Ich freue mich jeden Tag und sage am Abend sogar: ,Gute Nacht, Knödelzeit‘“, sagt sie und strahlt.

> Hier geht´s zum Bericht in der "Kleinen Zeitung"

(Foto oben: Sonja Berger)

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